Lauterbach

Die Kirche Lauterbach ist eine evangelische Pfarrkirche.

Sie entstand etwa im Jahr 1495 und unterstand dem Erzpriesterstuhl Juckerim-Stolpen. Mit Einführung der Reformation (1559) kam sie zur Ephorie Bischofswerda, seit 1879 zur Ephorie Pirna. Nach Abtretung des bischöflichen Stolpen ging das Pfarrlehn an den sächsischen Kurfürsten über. Die Pfarrstelle wird nun mehr vom kurfürstlichen Amte Stolpen verliehen, jetzt vom evangelisch-lutherischen Landeskonsistorium.

Das Gotteshaus, mitten im Kirchhof gelegen, besteht aus einem älteren östlichen und einem jüngeren westlichen Teil. Der östliche Teil entstand bereits im 12./13. Jahrhundert. Der Aufbau entspricht einer schlichten Saalkirche mit eingezogenem, geradem und geschlossenem Chor. Im Jahre 1870 wurde der Dachreiter erneuert und in den Jahren 1981 und 1991 fanden Restaurierungsarbeiten statt. Eine Inschrift an der Decke des Kirchenschiffes soll besagen, dass ein Maler namens Job die Kirche 1503 ausgemalt habe.

Die Ausstattung stammt vermutlich aus dem Jahr 1870. Sie besteht aus einem schlichten Altar, zwei kannelierten Säulen mit weit vorkragendem Gebälk und kleinen Dreieckgiebeln. Der Rahmen ist eine Rundbogenniesche mit hölzernem, vergoldetem Kruzifix. Darunter befindet sich eine Kupferstichplatte mit Darstellung des letzten Abendmahls, bez. 1670. Die Kanzel ist schlicht und besteht aus Holz. Sie befidnet sich an der Südseite des Chores. Des Weiteren gibt es drei Glocken, von welchen die größte der Maria Magdalena, die zweite der heiligen Anna und die dritte der Jungfrau Maria gewidmet sind. Diese Glocken wurden 1513 gegossen. Außerdem gehören eine kelchförmige Taufe aus Naturstein sowie ein schmiedeeisernes Vortragekreuz, bez. 1748, und eine kleine Jehmlich-Orgel von 1923 zur kirchlichen Austattung.

Die ursprünglich katholische Kirche (oder Kapelle) ist dem heiligen Martin von Tour, einem Bischof, geweiht. Dessen Relief fand über dem Eingang der Kirche seinen Platz. Es stellt den heiligen Martin dar.